Hessischer Bildungsserver / Lehr@mt

Teilprojekt Chemie

Institut für Didaktik der ChemieFachbereich Chemische und Pharmazeutische Wissenschaften
Prof. Dr. Hans Joachim Bader 

Phasenübergreifende Bildungsangebote für Studierende, LiV undLehrer oder Lehrerinnen im Bereich fachspezifische Mediendidaktik undChemieinformatik für die Schule 

Die Möglichkeiten der Nutzung neuer Medien im Unterricht entwickelt sich in so großen Schritten, dass vor zehn Jahren auf der Universität vermittelte Methoden und Anwendungen heute nur noch in den Grundzügen relevant sind. Dies gilt für alle Bereiche von der Informationsbeschaffung über die Nutzung und den sinnvollen Einsatz von Lernsoftware bis zu Chemiespezifischen Aspekten von Molecular Modelling.

Im Rahmen des Projektes werden neue Wege gesucht, die geeignet sind, die methodischen und fachlichen Grundlagen für die Nutzung neuer Medien bezogen auf das Fach Chemie Lehrkräften im Schuldienst in geeigneter Weise zu vermitteln. Dazu sollen zunächst im Berufsleben stehende Chemielehrkräfte mit speziellen Fortbildungsmaßnahmen geschult werden. Es werden verschiedene Kurse als Blended-Learning-Angebote ausgearbeitet, die durch Fragebogen und Interviews evaluiert und redesigned werden, um eine optimale Anpassung an die speziellen Bedürfnisse von Chemielehrkräften zu erreichen (Zeitbudget, Benutzerfreundlichkeit, etc.). Zur besonderen Förderung weiblicher Lehrkräfte werden spezielle Angebote ausgearbeitet.

Im nächsten Schritt werden Studierende des Lehramtes Chemie und schließlich Referendare ausgebildet. Neben der schon erwähnten Kompetenzsteigerung wird in den Veranstaltungen eine kritische Auseinandersetzung mit dem Einsatz neuer Medien im Unterricht angeregt.

Als fachliche Inhalte sind Themen wie Nachwachsende Rohstoffe, Kunststoffe und Chemisches Gleichgewicht vorgesehen. Methodische Komponenten sind z.B. der Umgang mit elektronischen Mindmapping-Programmen, die Nutzung einer Lernplattform, das Erstellen von dreidimensionalen Moleküldarstellungen und die Durchführung bzw. eigene Gestaltung von Webquests. Im Sinne der Nachhaltigkeit des Wissens- und Kompetenzerwerbs von Chemielehrkräften bzw. Studierenden oder LiVs sind alle Veranstaltungen mit einer hohen Eigenaktivität der Teilnehmer verbunden. Die Inhalte müssen regelrecht „erarbeitet“ werden. Nur durch diese starke Einbeziehung der Teilnehmer durch Bearbeiten von Aufgaben, Diskussion über Inhalte und Methoden und Auseinandersetzung mit den Programmen wird im Sinne einer konstruktivistischen Lerntheorie die Verankerung des Wissens ermöglicht und somit die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass Inhalte der Fortbildungskurse tatsächlich im Unterricht umgesetzt werden. 

Angebote im LearningCenter (geschützter Bereich - Zugangsberechtigung kann beantragt werden)